Knacks! Burgunder an der Mosel

 

Riesling an der Mosel machen kann jeder, dafür ist die Region bekannt. Doch Daniel Twardowski schwebte etwas anderes vor. Als Weinhändler hatte er eine Passion für französischen Spätburgunder entwickelt, den es in seiner Heimat nicht gab. Warum, fragte er sich, sollten die edlen Pinot-Trauben nicht auch am Ufer der Mosel gedeihen?

Nach langem Tüfteln mit Spezialisten waren die richtigen Klone gefunden. Heraus kam ein Rotwein, der schmeckt, wie er es sich erträumt hatte. Der Rabe und die Nuss auf dem Etikett erinnern an die unkonventionelle Herangehensweise und das Besondere an diesem gewagten Projekt. Denn irgendwie waren auch die Vögel inspirierend, die sich Nüsse von einem alten Baum am Rande des Weinberges schnappten, um sie von hoch oben auf den Schieferboden zwischen den Reben krachen zu lassen, bis am Ende – knacks – das Innere frei lag.

Pinot Noix ist übrigens kein Schreibfehler – noix heißt Nuss auf Französisch. Auch Twardowski hat mit viel Hingabe, positivem Wahnsinn und einer guten Portion Glück erreicht, was ihm vorschwebte – und dabei vor allem eines gelernt: Niemand steigt zu hoch auf, wenn er mit eigenen Flügeln fliegt.